Persönlicher Status und Werkzeuge

Sprachwahl

  • English

Informationen zur Fuchsräude

Die Fuchsräude ist eine Hauterkrankung, die durch Sarcoptesmilben verursacht wird. Diese leben und vermehren sich in der Haut des Fuchses und führen zu Hautreizungen, Fellverlust und z.T. offenen Wunden. Die Hautmilbe kann dem Fuchs so massiv zusetzten, dass er daran stirbt. Unsere Studie an Füchsen mittels Radiotelemetrie hat aber gezeigt, dass Füchse die Räude ausheilen können.

Sarcoptes-Milben sind weltweit verbreitet; sie kommen bei mehr als 40 Säugetierarten vor. Bei Raubtieren ist die Krankheit vor allem beim Rotfuchs bekannt und gilt als klassisches Dichteregulativ. Allgemein wird vermutet, dass eine hohe physiologische Anpassungsfähigkeit der Hautmilbe (0,4mm) an den Wirt existiert.

In der Regel führt die Krankheit innerhalb von drei Monaten zum Tod. Die Infektion der Tiere geschieht über den direkten Kontakt zwischen den Individuen. Die Milben vermehren sich zu Millionen in der Haut ihrer Wirte, was zu starkem Juckreiz führt. Infolgedessen scheuern und kratzen sich die Tiere die Haut auf, was zu Haarausfall und einem ruppig aussehenden Balg führen kann. Zudem entstehen schmierige Ablagerungen und dicke Krusten, die tiefe Risse aufweisen und dem räudigen Fuchs einen sehr charakteristischen Duft geben. Erstaunlich ist, dass die Milbe immer wieder in Populationen aufflackert, obwohl ihre Überlebensdauer mit 8-10 Tagen äußerst kurz ist.

Räudebefall an den Hinterläufen ist ein typischer Befund: Die Detailbilder zeigen den verschorften Balg (oben rechts) sowie starken Hautbefall und starke Abmagerung (unten links) Foto: C. Janko